Graf Hugo II, Herr von Bregenz, geb. 1357, begann seine dichterische Thätigkeit 1396. Er bildet mit einigen andern Dichtern der Zeit den Übergang der älteren höfischen Poesie in die spätere lyrische Volkspoesie und den Meistergesang. Herausgegeben von Bartsch (Tübingen 1879); Wackernell (Innsbruck 1881).

Ich schrib dir gerne cluoge wort,

So hast du min hertz gfangen,

Min lieber buol[398], min höchster hort!

Du hasts in dinen banden.

Von gold ein ketten die ist vin,

Damit hast du es beschlossen:

Din eigen wil es iemer sin,

Des ist es unverdrossen.

Und hat mir nüwlich[399] potschaft tan,