Eins ums ander, stich um stich. 10

Nüt schedlichrs ist uf disen dingen,

Dann um ein hütlin fleisch zů springen,

Das rüterspil wills also han,

Des setzen wirs all samen dran.’

KAISER MAXIMILIAN I (1493–1519).

[Scherer D. 263, E. 258.]

Der Theuerdank, ein allegorisch-episches Gedicht, ward von Maximilian selbst entworfen und theilweise ausgeführt. Es enthält die Darstellung seiner Brautwerbung um Maria von Burgund und anderer ritterlicher Abenteuer. Das Werk wurde von Treizsaurwein von Ehrentreiz und vom Probste Melchior Pfinzing (1481–1535) beendigt und zum Druck befördert. Es erschien zuerst 1517, in prächtiger Ausstattung, namentlich mit vorzüglichen Holzschnitten von Hans Schauffelin, dem Schüler Albrecht Dürers (Neu her. von Haltaus, Quedlinburg 1836; Gödeke, Leipzig 1878). Ein andres allegorisch-historisches Gedicht, der ‘Weisskunig’, wurde ebenfalls vom Kaiser begonnen, aber erst 1775 veröffentlicht.

THEUERDANK.

Wie Theurdannckh durch Fürwittig aber in ein geferlichait mit einem Löwen gefüert ward.