ULRICH VON HUTTEN.
[Scherer D. 286, E. 283.]
Geboren 1488 auf dem Schlosse Steckelberg bei Fulda. Ein ritterlicher Vorkämpfer der Reformation. Er schrieb erst meist lateinisch, später deutsch für das Volk. Starb 1523 auf der Insel Ufnau im Zürichersee. Seine Werke sind zuletzt herausgegeben von Böcking (Leipzig 1859–1862, 5 Bde. mit 2 Supplementbänden). Die Gespräche sind übersetzt und erläutert von Strauss (Leipzig 1860). Vgl. Strauss ‘Ulrich von Hutten’ (Leipzig 1857, Bonn 1871, 2 Bde.)
1.
AIN NEW LIED HERR VLRICHS VON HUTTEN.
Ich habs gewagt mit sinnen
und trag des noch kain rew.
Mag ich nit dran gewinnen,
noch muss man spüren trew.
Dar mit ich main:
nit aim allain,