Ob er schon gschickter ist dann du,
Vnd hat mehr ehr vnd gůt darzů,
So will ich dir ein regel deuten,
Geh allzeit auff der rechten seiten,
Dass er zur lincken geh daher,
Als ob er dein Discipel wer.
JOHANN FISCHART, GENANNT MENTZER.
[Scherer D. 291, E. 288.]
Geboren zu Mainz um die Mitte des sechszehnten Jahrhunderts, erzogen zu Worms, bildete sich auf vielen und weiten Reisen, ward 1574 in Basel zum Doctor juris promoviert, lebte dann in Strassburg, Speyer und Forbach, wo er 1590 als Amtmann starb. Seine Werke sind sehr zahlreich. Er verfasste Übersetzungen, Bearbeitungen, originale Arbeiten, in Prosa und in Versen; satirischen und didaktischen Inhalts; auch Psalmen und andere geistliche Gesänge. Er war der gewaltigste protestantische Publicist nach Luther. Am bekanntesten ist seine Nachahmung Rabelais’, die ‘Affentheurliche, Naupengeheurliche Geschichtklitterung: Von Thaten vnd Rhaten der vor kurtzen, langen vnnd je weilen Vollenwolbeschreiten Helden vnd Herren: Grandgoschier, Gorgellantua vnd dess dess Eiteldurstlichen Durchdurstlechtgien Fürsten Pantagruel von Durstwelten, Königen in Vtopien, Jederwelt Nullatenenten vn̄ Nienenreich etc. etc. Durch Huldrich Elloposcleron. Getruckt zur Grensin im Gånsserich.’ (Berlin) 1590. Erste Ausgabe 1575. Herausgegeben von Kurz (3 Bde. Leipzig, 1866–67); Gödeke (Leipzig, 1880).