Geboren 1605 zu Memel. Er erhielt eine sorgsame Erziehung in Memel, Königsberg, Wittenberg und Magdeburg, gab sich 1626 in Königsberg zunächst theologischen und philosophischen, dann allgemein humanistischen Studien hin, nahm hier 1633 eine Anstellung an der Domschule an, wurde 1638 zum Professor der Poesie an der Universität ernannt und starb 1659, nachdem ihn kurz vorher Friedrich Wilhelm, der grosse Kurfürst, mit einem kleinen Landgut belehnt hatte. Dach war der Mittelpunkt der sogenannten Königsberger Schule, die ausser ihm noch Heinrich Albert, Robert Roberthin, Johann Peter Titz und andere unbedeutende Dichter umfasste. Herausgegeben von Osterley (Tübingen 1876).
1.
PERSTET AMICITIÆ SEMPER VENERABILE FÆDUS!
Der Mensch hat nichts so eigen
So wol steht jhm nichts an,
Als dass er Trew erzeigen 20
Vnd Freundschafft halten kan;
Wann er mit seines gleichen
Sol treten in ein Band,
Verspricht sich nicht zu weichen
Mit Hertzen, Mund vnd Hand.