PAUL FLEMING.

[Scherer D. 321, E. 322.]

Geboren 1609 zu Hartenstein im Voigtlande; besuchte die Schule zu Meissen, und studierte Medicin in Leipzig. Der Dreissigjährige Krieg trieb ihn nach Holstein, wo er sich der Gesandtschaft anschloss, welche Herzog Friedrich von Holstein an seinen Schwager, den Zar Michael Feodorowitz, nach Moskau schickte. Nach seiner Rückkehr von Russland (1635) wurde er mit Olearius vom Herzog als Gesandter an den Schah Sefi nach Persien geschickt. Er starb bald, nachdem er diese Reise beendigt, im Jahre 1640 zu Hamburg. Seine gesammelten Gedichte erschienen erst nach seinem Tod 1646. Lappenberg gab die lateinischen Gedichte Stuttgart 1863, die deutschen Stuttgart 1865 heraus, Tittmann (Leipzig 1870) eine Auswahl.

1.
GEISTLICHES LIED.

Lass dich nur nichts tauren

mit Trauren!

Sei stille!

Wie Gott es fügt,