GEORG PHILIPP HARSDÖRFER.
[Scherer, D. 322, E. 323.]
Geboren 1607 zu Nürnberg. Er gehörte einer vornehmen Familie an, erhielt eine gute Erziehung, studierte und bereiste Frankreich, England, Holland und Italien. Er lebte später in Nürnberg, wo er 1658 als Rath starb. Im Jahre 1644 stiftete er in Nürnberg den Blumenorden an der Pegnitz, einen Verein, zu dessen Mitgliedern ausser ihm noch Johann Klaj (1616–1656) und Sigmund Betulius oder von Birken (1626–1681) und Andere gehörten. Von seinen Werken sind am bekanntesten die ‘Gesprächspiele’ oder ‘Frauenzimmer-Gesprächspiele’ (8 Bde. Nürnberg 1642–49) und der ‘Poetische Trichter’ (3 Thle. 1648–53). Vgl. Tittmann ‘Die Nürnberger Dichterschule.’
1.
DER WALD.
WOl dem der weit von grossen Stätten 10
ein dienstbefreites Leben führt;
Er wird sich von viel Sünden retten,
und geben Gott was Gott gebührt:
Er wird sein Leben bringen zu,