[Scherer D. 365, E. 369.]
Geboren 1604 in Schlesien. Er war Rath des Herzogs von Brieg und Liegnitz und Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft. Er starb 1655 zu Liegnitz. Ein Jahr vor seinem Tode veröffentlichte er seine ‘Sinngedichte,’ eine Sammlung von mehr als 3000 grossentheils kurzen Gedichten. Herausgegeben von Eitner (Tübingen 1872); Auswahl von demselben (Leipzig 1870).
1.
VON MEINEN REIMEN.
Sind meine Reime gleich nicht alle gut und richtig,
So sind die Leser auch nicht alle gleich und tüchtig.
2.
AN MEIN VÄTERLICH GUT, SO ICH DREY JAHR NICHT GESEHEN.
Glück zu, du ödes Feld! Glück zu, ihr wüsten Auen!
Die ich, wann ich euch seh, mit Threnen muss betauen,
Weil ihr nicht mehr seyd ihr: so gar hat euren Stand
Der freche Mord-Gott Mars grund auss herum gewand.