Solt er diss schlechte werck zu seiner rache suchen?
Nein, er ist viel zu stoltz, wann er die zähne wetzt.
Drum bin ich auch vergnügt, und lege diese lieder,
Halb furchtsam und darbey halb trotzig vor die welt.
Es falle wie es will, so komm ich doch nicht wieder,
Der himmel hat den fleiss mir sonst wohin bestellt.
FRIEDRICH RUDOLPH LUDWIG FREIHERR VON CANITZ.
[Scherer D. 368, E. 372.]
Geboren 1654 in Berlin, studierte in Leiden und Leipzig, reiste in Italien, Frankreich und Holland, trat in den preussischen Staatsdienst und starb 1699 als Geheimer Staatsrath. Er hielt sich wie Weise von dem Schwulst fern und nahm die Franzosen, besonders Boileau, zu seinem Muster. Herausg. von König (Leipzig 1727).