Sie hatten von den Feinden ‖ schon Leid erfahren genug.
‘Das verhüte Gott vom Himmel!’ ‖ sprach Gunther der Degen,
‘Dass ihr eurer Freundschaft ‖ also thut entgegen
Und der grossen Treue, ‖ worauf uns sann der Muth:
Ich will euch wohl vertrauen, ‖ dass ihr das nimmermehr thut!’
‘Es ist nicht mehr zu wenden,’ ‖ sprach der kühne Mann,
‘Ich muss mit euch streiten, ‖ wie ich den Schwur gethan. 30
Nun wehrt euch, kühne Helden, ‖ so lieb euch sei der Leib:
Mir wollt es nicht erlassen ‖ des Kön’g Etzel Weib.’
‘Ihr widersagt uns allzuspät,’ ‖ sprach der König hehr.