[Scherer D. 145, E. 138.]

DIE ÆNEIDE.

Heinrich von Veldeke, der Begründer des höfischen Minneepos, in der Nähe von Maestricht geboren, aus ritterlichem Geschlechte, lebte am Hofe zu Cleve und am thüringischen Hofe des Landgrafen Hermann. Die Æneide verfasste er nach einem französischen Vorbild und vollendete sie vor 1190. Herausgegeben von Ettmüller (Leipzig, 1852) und Behaghel (Heilbronn, 1882). Ausserdem dichtete er eine Servatiuslegende (her. von Bormans, Maestricht 1858) und Lieder (her. von Lachmann und Haupt, Minnesangs Frühling Nr. 9).

Dœ der hêre Ênêas

te herbergen komen was, 10

der rîke end der mâre,

sîne kamerâre

hiet he dœ tœ hem gân.

dœ sand der edele Troiân

nusken ende bouge,