24,431 Grm. Harnstoff.
0,418Harnsäure.
1,404Schwefelsäure.
2,893Phosphorsäure, und
10,213Chlor.

Der Harnstoffgehalt war demnach ganz gleich dem im Februar gefundenen. Die Schwefelsäure stand etwas niedriger, als damals, was zum grossen Theil von der gesteigerten Haut- und Darmthätigkeit, zum Theil von einer Veränderung des Trinkwassers herrühren mochte. Die Phosphorsäure war etwas vermehrt; das Chlor etwas vermindert, weil das Kochsalz wie im Januar, in nur gewöhnlicher Menge genossen wurde.—

Hiernach lässt sich denn, alle drei Untersuchungsreihen zusammengenommen, berechnen, dass mein Körper bei gewöhnlicher, dem Bedürfniss entsprechender Kost in 24 Stunden mit dem Urin ausschied: 24-25 Grm. Harnstoff, 0,35 Grm. Harnsäure, 1,6 Grm. Schwefelsäure, 2,54 Grm. Phosphorsäure und 10,5 Grm. Chlor; Grössenverhältnisse, welche wir bei den spätern Beobachtungen zum Vergleich benutzen werden. Die verschiedenen Jahreszeiten hatten auf dieselben mit Ausnahme der Harnsäure einen so unerheblichen Einfluss, dass derselbe hier füglich vernachlässigt werden darf.—

Auf die wechselnde und oftmals vorkommende schwach saure oder selbst alkalische Reaction des Urins während der letzten Untersuchungsreihe muss ich auch hier wieder aufmerksam machen. Welche Verhältnisse es bedingten, dass sich an einem Morgen stets saure, an einem andern Morgen abwechselnd saure, schwach saure und neutrale Reaction zeigte, vermag ich nicht mit Bestimmtheit zu entscheiden;—auffallend bleibt es nur, dass sich im Seebade bei sonst gleichen Lebensverhältnissen auch nicht ein einziges Mal nur eine schwach saure, geschweige denn eine neutrale Reaction des Urins zeigte.—

Wie aus den Tabellen ersichtlich ist, wurde in der letzten Untersuchungsreihe der Urin Morgens fast stündlich entleert, dann analysirt, und ihm gegenüber der Nachmittags- und Nacht-Urin ebenfalls zusammengeschüttet der Analyse unterworfen. Behuf der fernern Untersuchungen ist es nothwendig auch von diesen einzelnen Resultaten das Mittel zu kennen:

Bei dem regelmässigen Genuss von 600 CC. Fluidis des Morgens wurden bis 1 Uhr Mittags im Mittel entleert: 543 CC. Urin, mit

6,852 Grm. Harnstoff.
nur Spuren von Harnsäure.
0,303 Grm. Schwefelsäure.
0,686Phosphorsäure, und
3,673Chlor.

Nachmittags und Nachts dagegen wurden im Durchschnitt entleert:

774 CC. Urin, mit
17,579 Grm. Harnstoff.
0,370Harnsäure.
1,101Schwefelsäure.
2,207Phosphorsäure, und
6,540Chlor.

Wir werden sehen, in wiefern der Gebrauch des Seebades diese Verhältnisse modificirte und mit ihrer Kenntniss namentlich darüber eine Aufklärung erlangen, ob der momentane Einfluss des Bades ein mehr oder weniger bedeutender ist.—