Wiiwer un Gäuse hebb't eeren eegenen Kopp; se richtet almangsens wat uut, dat de Düüwel sick nich getrüwwet.

(Sprw.)

[1] sau goot as'r to: sehr gut.

[2] Kuulengriäwer: Todtengräber.

Pracher-Hauffarth.

'N'er bloodsk'aarmen Buurenfruwwe was de Mann af e stuorwen un se woll'ne dach auck geeren sau goot in der Daaenkisten upfliggen[1] as se ichtens konn. Se raakede eere aulen Klüngeln un Fudden uut'n eene un funßelde sick de besten Plünnen'r uut, man daar was leider Gattes nich Eeene manken, de'r graut e noog to was, dat se'r'n ganz Hiemdekleid[2] vor eeren Siäligen uut to kriigen sag. Bi söcke Ümmestände helpet sick de Aarmoot'r miie, dat se man'n half Hiemdekleid torechte schniidert, dat den Liichnam in der Daaenkisten man blauts van Buawen to bedecket, unners[3] he van Achter to[4] naaket blift. Dat aarme Biedelwiif richtede't auck sau in un eer Siälige schall'r auck wual nett sau goot un gerüst ümme schlaupen bes de hiemelske Trumpette bläst, as wann he den fiinsten heelen[5] Daaenkittel an e kriigen harre.

's Sönndaages na der Bestaaunge[6] gönk de Wettfruwwe na'r Gatteskierken, daar de Heere jüst't Capittel van der Auferstehung der Todten vor harr. As de P'stoor up'n Stool[7] kwam un siine Schäupkes uäwerkeik, föllt em de Aulske, de van tovüüren[8] nich allsto kiärksk wiesen was[9], in'r Wiilen se nich allsto goot up'n Fööten was, dann se harr sint'n lesten Kraume de Duuren[10] an'n Beenen behaulen, un scholl auck wual met'n Sönndaagestüüge nich to biister[11] bestellt sienen, faarts in de Augen, un he fröggede sick, dat se sau andächtig un wehmödig up siine Wäärde lusterde, dat se'r an't Leste bi an to griinen fönk. Dat gönk den Heeren sau an't Harte, dat he as he in kwam faarts na der bedrööweden Leiddriägersken schickede un eer seggen lööt, se mogte em dach es tosprieken.

De Aulske, de wual mende, de P'stoor woll eer in eerer Aarmoot 'ne Frööde maaken un eer de Bestaaungesgebühren schenken, lööp saufaarts na'r Weeme[12]; man na Söckes wat, daar se an e dachte, schlöögen em alldach in 't Geheel de Audern nich, dann't was auck Eeene van de De, daar dat aule Gesegg up liiket[13]: Paapen Gierigkeit un Gattes Barmhartigkeit de duuret bes in Ewigkeit, un de sick daarvor dann auck allmanngsens de Ehrentiitels uutleggen lauten miötet. Dat raakede en abers wiider nich un wann he bi söcke Geliegenheeden de bedrööwesten Wehklagten lange noog met Gedult, as he siä, anelustert harr, was gemeeniglick siin leste Waart: Nöömet mi wo ji willt, un wann ji mi auck Pott heetet, man bliiwet mi met'n Liepel uut'n Meese, segg'k ju!

As he se vor sick lööt, sprack he se fründlick an un siä: Liebe Frau, aus eurer Andacht und sichtbaren Betrübniß habe ich zu meiner größten Freude wahrgenommen, daß ihr euern verstorbenen Mann doch recht lieb gehabt haben müßet und daß euch sein Hinscheiden in große Kümmerniß versetzt. Betrübt euch ferner nicht; es war Gottes Fügung und sein Wille. Ihm ist jetzt wohl in den Wohnungen der Seligen, wo kein Schmerz und keine Trübsal ihn mehr treffen. So arm er hier auch war, so reich wird Gott ihn dort machen, denn er war ein frommer Christ. Ich hoffe, daß meine heutige Predigt euch Trost und Beruhigung gewährt haben werde. Wenn die Seligen dereinst erwachen, werdet ihr ihn da wiederfinden, wo das verlockende irdische Traumbild, der wahre lautere Communismus verwirklicht und wir Alle gleich sein werden; u. s. w.