Durch die Nachsicht des Publikums für meine früheren Versuche, und den lebhaften Wunsch meiner Freunde aufgemuntert, habe ich mich entschlossen, noch während meiner Abwesenheit in Deutschland eine kleine Auswahl meiner Gedichte herauszugeben.
Noch lebt das Andenken meiner mir verehrten lieben Großmutter, der Anna Louisa Karschin, in Deutschland. Wenn nun der Name ihrer Enkelin ein Anspruch auf das Wohlwollen und die Theilnahme der Deutschen ist, so bleibt mir nichts zu wünschen übrig.
In Frankreich hat mir mein Mann viel herrliche orientalische Dichtungen mitgetheilt, die ich poetisch nachgebildet habe. Diese glänzenden Blüthen aus dem Sanskrit, dem Arabischen und Persischen, sind die Zierde meiner Sammlung.
Meine eignen Gedichte sind meist lyrische: ungekünstelte Blumen der Natur und der inneren Begeisterung, dem Herzen willkommen, weil sie von Herzen gehen. So viel darf ich, nicht ohne Freude, selbst davon sagen.
H. C. v. Chézy, geb. v. Klenk.
Druck und Papier der oben angekündigten Sammlung sollen zierlich und makellos seyn. Der Subscriptionspreis für die Sammlung, ungefähr ein Alphabet stark, ist 2 fl., nach der Erscheinung wird das Werk für 3 fl. verkauft.
Den achtungswerthen Theilnehmern an dem Unternehmen bleibt die Wahl, ob sie subscribiren oder pränumeriren wollen, in letztern Fall wird der Pränumerationspreis bei unterzeichneter Buchhandlung niedergelegt. Wer sechs Subscribenten sammelt, erhält das 7te Exemplar frei. Die Liste der Subscribenten wird dem Werke vorgedruckt.
Heidelberg, im July 1811.
Mohr u. Zimmer.