Der isolirte Hügel zwischen Legaspi, Daraga und Albay besteht aus dunkelem, etwas schlackigem Dolerit von der gewöhnlichen Zusammensetzung. Unter den Lapilli von der Oberfläche des Hügels finden sich häufig lose, rundum auskrystallisirte Augite in der gewöhnlichen Form. Diese, die gewöhnlichen Augitzwillinge und mit Flächen versehene Olivine kommen, mit triklinem Feldspath verbunden, in einzelnen festeren helleren Gesteinsstücken vor, aus denen die losen Krystalle wahrscheinlich durch Verwitterung hervorgehen. In einem Wasserriss des Hügels stehen rothe schlackige Dolerite an mit kleinen verwitterten Feldspathen und grossen grünen Augiten.

Auf der schmalen Landzunge zwischen dem Meerbusen am Albay und von Sorsogon liegt der wahrscheinlich vulkanische Berg Pocdol, der etwa die Mitte zwischen den thätigen Vulkanen Albay und Bulusan einnimmt. Um Bacon, östlich von Pocdol, liegt vulkanischer Schutt und Thon, letzterer Zersetzungsprodukt durch vulkanische Gase. Die gypsführenden Thone aus dem grossen Bergrücken zwischen Bacon und dem südöstlichen gelegenen Gubat lassen schliessen, dass dort doleritische Tuffe durch Fumarolenthätigkeit zersetzt wurden. Vor dem thätigen, wenigstens dampfenden Vulkan Bulusan wurden an 100 Fuss hohe Bimsteintuffe beobachtet.

II. Samar.

Im Rio Catarman (Nordküste der Insel[43]) stehen zwischen Catarman und Cobo-Cobo Bänke eines ziemlich festen, eisenschüssigen hellbraunen, kalkfreien Thones an mit Resten verkohlter Pflanzen und zahlreichen Bohrlöchern, welche nach Dr. von Martens von der noch oft in den Bohrlöchern vorhandenen Modiola striatula Hanley herrühren. Nach dem Abschlämmen hinterlassen die Thone wechselnde Mengen eines Rückstandes, der aus Quarz, zum Theil in eisenschüssigen, rundlichen Körnern und eckigen Splittern, etwas Magneteisen, weissem, braunem und grünem Glimmer, und aus Feldspath besteht. Einzelne eisenhaltige, braune, fast rein sandige Lagen von ziemlich grobem Korn zeigen dieselbe Zusammensetzung. Aehnliche, aber grünliche, sandige Schichten stehen weiter oberhalb im Rio Catarman an. Nach Behandlung mit Salzsäure sieht man im Rückstand neben etwas Magneteisen reichlich weissen Quarz, hie und da mit etwas dunkelem Glimmer, ferner Feldspath, weisse und dunkle Glimmerblättchen. An der weiter südlichen Salta Sangley kommen blaugraue Thone mit sandigen, grünlichen Lagen vor, welche die eben angeführten Mineralien enthalten. Aus dem weiter südlich und nahe der Salta Sangley entspringenden Fluss, der von Visita Tragbukan nach Calbayog führt, liegen, dem Ursprung des Flusses entnommen, gerundete mürbe Geschiebe eines ganz verwitterten Gesteins vor. Man erkennt in ihnen weissen und etwas dunkeln Glimmer und erhält nach Abschlämmen des Thones einen Rückstand mit zum Theil eisenschüssigem Quarz, Feldspath und etwas Magneteisen. Darnach rühren diese Geschiebe wohl von Gneiss oder feldspathreichem Glimmerschiefer her.

Weiter flussabwärts unterhalb der Visita Tragbukan stehen wieder grüne und braune, eisenschüssige, wenig feste Sandsteine von grobem Korn und der angeführten Beschaffenheit an, welche Bänke wie die oben genannten von verwittertem Gneiss oder feldspathreichem Glimmerschiefer herzuleiten sind. In allen diesen Thon- und Sandsteinlagen ist kein grösseres Gesteinsbruchstück zu finden, das weitere Auskunft gäbe.

Noch weiter unten folgen braune, feinerdige, feste, kalkhaltige Thonbänke mit undeutlichen Versteinerungen. Der Rückstand nach Behandlung mit Säure zeigt nur einige Glimmerblättchen und Quarzkörner.

Weiter südöstlich an der Küste treten bei Catbalogan und auf der nahen Insel Majava vulkanische Tuffe auf. Die letzteren sind ziemlich fest, wenig thonig, grobkörnig und grünlich grau. Sie enthalten neben den zahlreichen Augitbruchstücken einige rundum auskrystallisirte Augite, reichlich Magneteisen, weissen Feldspath und sparsam kleine Gesteinsstücke, welche ident sind mit einzelnen vorliegenden grösseren Gesteinstrümmern. Das graue, dichte und compakte Gestein enthält in Feldspathgrundmasse zahlreiche grüne Augite und Magneteisen ausgeschieden. Nach Behandlung mit kochender Salzsäure wird die Grundmasse weiss und ist stark angegriffen. Dieses Verhalten und die sehr sparsamen, kleinen, triklinen Feldspathe des Gesteins zeigen, dass man einen porphyrisch ausgebildeten Dolerit oder Pyroxenandesit vor sich hat. Ein denselben Conglomeratblöcken entnommenes gerundetes Geschiebe führt in dichter brauner Grundmasse grünen Augit. Die zahlreichen rundlichen Hohlräume sind mit Strahlzeolith und Opal erfüllt, die Tuffe streichen h. 2,5 und fallen 80° N.

Bei Catbalogan stehen graue und braune, etwas thonige, zum Theil sehr feinsandige Bänke an. Das Pulver gibt an den Magnetstab Magneteisen ab. Sie enthalten sparsam triklinen Feldspath, Augit und Bimstein ähnliche Trümmer, bisweilen auch Bruchstücke eines ganz dunkeln, dichten Gesteins, in welchem einzelne trikline Feldspathe zu erkennen sind. Im Anschluss an das Vorkommen von Majava darf man diese Bildungen wohl betrachten als aus doleritischen Gesteinen entstanden.

Diese Bänke werden von z. Th. mürbem gelblichgrauem, feinkörnigem Kalkstein überlagert. Er hinterlässt nach Behandlung mit Salzsäure einen aus vielen thonigen Partikeln, etwas Feldspath, Augit und Magneteisen und kleinen, grauen Gesteinstheilchen bestehenden Rückstand; z. Th. sind die Kalke, welche h. 5–5½ streichen und 35° N. einfallen, dicht, fest, weisslichgrau. Die unteren Schichten sind aus vulkanischen Tuffen und Kalk gemengt.

Hart am Meeresstrande bei dem am Ostende der Bucht gelegenen Paranas sieht man harte Muschelbreccie, durch Kalk verkittete Muscheltrümmer, in grossen zertrümmerten Schollen auf weicheren Bänken derselben Art liegen. Aus letzteren lässt sich unter den vielen Bruchstücken nach Dr. von Martens die im indischen Ocean lebende Plicatula depressa Lam. erkennen. Die unter diesen horizontal ausgebreiteten Schichten liegenden gelblichgrauen Thone fallen landeinwärts. Von ihren ziemlich wohlerhaltenen Muscheln und Pteropoden lässt sich nach Herrn Dr. von Martens ein Theil bestimmen als den noch im indischen Ocean lebenden Gattungen Yoldia, Pleurotoma, Cuvieria, Creseis, Dentalium angehörig. Die Pleurotoma-Art stimmt mit keiner lebenden überein. Mit lebenden Arten stimmen überein: Venus (Hemitapes) hiantina Lam.; Venus squamosa L.; Arca (Scapharca) Cecillei Phil.; Arca inaequivalvis Brug. var.[44]; Arca chalcanthum Rv.?; Corbula crassa Rv.; Natica unifasciata Lam. var. lurida Phil.