„Oder zugrunde gehen!“ rief der Baron dazwischen. Sein braunes Gesicht war noch dunkler geworden. „Ich kenn’ euch doch, Kinder, – mir macht ihr nichts weis! Ihr kümmert euch den Geier um die andern, wenn ihr nur eure Taschen füllen könnt! Und ich sehe kommen, wie’s werden wird – ganz genau! Will’s Glück euch wohl und die Quelle wirft wirklich Geld ab – ’s fließt doch nur zu euch! Ihr werdet einen Ring bilden, den keiner durchbrechen kann, und die kleinen Leute bleiben draußen stehen und lassen die Zunge aus dem Halse hängen und hungern weiter!“
Hedda machte eine unmutige Bewegung mit dem Kopfe. Sie fand, daß der Vater unnötig hart sei, und dies Wort sprach Albert auch aus.
„Das klingt sehr hart, Herr Baron,“ sagte er, „und ich glaube auch, daß dazu kein Grund vorliegt. Wir haben Sie ja doch aufgefordert und den Herrn Kommerzienrat drüben auch –“
„Und soundsoviel andre dito – nämlich die, die ihr zuvörderst braucht, ohne die ihr die Sache nicht in Szene setzen könnt. Denn ihr allein seid hilflos. Aber wozu noch das lange Parlamentieren! Ihr seid mit einer Anfrage zu mir gekommen, und ich lehne dankend ab. Dixi. Im übrigen – ich habe keinen von euch kränken wollen – aber ihr kennt ja meine Art. Und nun adje, Kinder!“
Er streckte den Möllers die Rechte entgegen. Hedda nickte ihnen zu und rief Fritz noch nach:
„Wann soll denn Hochzeit sein, Krugwirt? Noch nichts bestimmt?“
Fritz hatte seinen Zylinder schon wieder aufgesetzt, riß ihn aber schleunigst vom Kopf. Er wurde rot und lächelte breit. „Nein, gnäd’ges Fräulein,“ antwortete er, „noch nichts. Es hat ja noch Zeit.“
Und dann wendete sich auch Albert noch einmal herum und fügte hinzu: „Wir woll’n mal erst abwarten, gnäd’ges Fräulein.“
Sie gingen.
„Grobian,“ sagte Bertold draußen.