Er zog Lisette mit sich fort und ich taumelte nach Hause, ohne Hut, ohne Zahlung, ohne klare Gedanken.
Am andern Morgen um 10 Uhr war der Alte mit der Tochter schon da. Meinen Kopf zersprengte der ödeste Katzenjammer. Lisette war blaß wie der Tod.
Der Mutter konnt ich gar nicht in die Augen sehen.
„Lassen wir das Pärchen mal allein,“ rief der Schmied lustig, aber in seiner Stimme war ein tiefer, grollender Unterton, und seine Augen drohten. —
In der schmalen Schrankkammer umklammerte mich Lisette: „Sörensen, um Gottes willen, er schlägt mich tot, wenn du mich nicht nimmst...“ Ich stand zornig vor ihr.
„So ein Frevel! Wir kennen uns ja gar nicht. Es war ein verdammter Rausch! Und wenn du weißt, wie dein Vater ist, mußt du die Leute nicht verrückt machen.“
„Sörensen, er schlägt mich tot.“
Nicht einmal meinen Vornamen wußte das Mädel. Ich lachte laut auf, und dabei schlugen meine Zähne im Frost zusammen.
„Es ist doch nichts geschehen,“ rief ich. „Ein Kuß oder ein paar. Nimm doch Verstand an.“ —
„Für mich ist’s die größte Strafe,“ knirschte sie, „— ich hab einen andern gern...“