Der wird auch Wege finden,
Da dein Fuß gehen kann. —
Da lehnte der lange Goliath Erne Sörensen seinen Kopf an die Tür und weinte bitterlich.
Zum erstenmal seit der Kinderzeit und den kindischen Knabentränen. Ei, ei, ei!
Der heraustretende Pfarrer schüttelte bedächtig den Kopf, und meine beiden Hände hielt er fest in den seinen.
Und die Frau Pastorin mit dem gütigen Matronengesichtchen rief: „Du lieber Gott, der junge Herr Lehrer!“ Und raunte dann: „Ob ich Essen bringe? Ob er Hunger hat?“
Denn junge Lehrer und Hunger gehörten für sie zusammen. An diesem Abend fanden meine Hilferufe und wirren Fragen ihre Antwort. Ein großes Sorgenbündel ließ ich in dem altväterischen Ohrenstuhl der Studierstube zurück, und eine Freundschaft für Lebenszeit nahm ich mit mir. —
Ich begann jetzt erst mein „Haus einzurichten“. Es ist ein tiefer Unterschied, ob man sich sein „Nest baut“ oder sein „Haus einrichtet“.
Das erstere hatte ich verscherzt, als ich ein Mädchen ohne Liebe wählte.
Aber ich hatte viel ehrlichen Willen, dies Unrecht gutzumachen. In meinen Freistunden bastelte ich allerhand Zierrat für unsere Stuben zusammen, ich handhabte die Axt und ersparte den Zimmermann. Die Mutter bekam von der Pastorin Blumenzwiebeln und -samen. An unsern Fenstern blühten Geranien und fleißige Liesel. Der Pfarrer führte mich feierlich bei den Dorfältesten und der Gemeinde ein, und da er sehr angesehen war, wurde ich’s auch, weil er seine Hand über mich hielt. —