Lisette fühlte sich Mutter.
Diese Zeit mag wohl in anderen Ehen etwas Köstliches bedeuten. Zwei, die Eins sind in Hoffen, Lieben, Glauben, in Ehrfurcht vor der Heiligkeit des Werdenden, im Stolz auf die Zukunft.
Herrgott! Und bei uns nichts, nichts, was Herz und Sinn hätte erheben können.
Hie und da brach eine jähe Zärtlichkeit bei Lisette hervor. So wild und ungestüm und zügellos, daß ich mich vor der Mutter schämte...
Einmal küßte sie mich mit derbem Lachen, als gerade zwei Bauern bei mir waren, um sich Rat für ihre Kinder zu holen.
Sie sahen scheel und ohne Verständnis auf die Lehrersfrau und entfernten sich eilends.
Der Rat blieb ungesprochen, aber das Seltsame und Häßliche meiner Ehe trugen die Leute ins Dorf.
Dann aber ward es Licht.
Gott schenkte mir zwei Knaben. Einen großen Goliath — Erne und einen feinen, kleinen Jens.