Außer mir war ich vor Glück. —
Mir schien alles klein und gering, was ich früher erlebt, gegen das unfaßlich Herrliche der Gegenwart.
Ich war Vater. Vater von zwei Söhnen. Auch die Zukunft war wieder hell, denn ich hielt ja an jeder Hand einen Knaben und brauchte keinen Weg mehr einsam zu wandern.
Und meine Jugend jubelte laut ihr Glück hinaus, bis Mutterchen ängstlich mahnend rief: „Du groten Jung! Swieg still! Du büst jo ganz ut Rand un Band. Süh de beiden Lütten! Wo se di ankiken. As ob se dien Öllern wiern un nich du.“
Laut und fröhlich lachte ich und küßte beide Mütter. Die, die mich geboren, und die, welche mir meine Knaben schenkte.
Und in der Nacht träumte mir, der Erne sei Kultusminister und der Jens Volksschulmeister. Und es war ein köstlich Zusammenarbeiten der beiden Brüder, und die ganze Welt und alle Schulen waren voll Glück. —
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Was nun ein schweres, grausames Geschick mir wuchtend auferlegte, das werde ich nur ganz kurz und sachlich buchen können. Einst schrieb ich es in das kleine Heft hinein, das nun verbrannt ist. Einst — damals als ich jung war.
Damals wünscht ich mir „Flügel der Morgenröte“, um dem Herrgott zu entfliehen „und wanderte im finstersten Tal“...
Jetzt weiß ich, daß er mich nie verlassen, noch verloren hat.