Heute ist der Geburtstag meiner Knaben.
Das wären jetzt aufgeschossene schlanke Bürschchen, wie ich selbst es war mit vierzehn Jahren.
Sie würden mir bis an die Schulter reichen und zu mir sagen: Vater, wie sind deine Brauen und dein Bart so dunkel und deine Schläfen so weiß. —
Das kommt, weil ihr mich verlassen habt, meine Jungens...
Nun, so bekomme ich diese Seiten nie zu Ende...
Die Kinder gediehen und wuchsen wie die Bäumchen. Trotzdem Lisette ihnen die Mutterbrust verweigerte. Im Anfang war ich zornig, dann freute ich mich darüber. Ich bereitete fast jede Nahrung selbst für sie.
So wurden sie ganz mein Eigen. Von der Schule lief ich zu den Knaben und von ihnen zur Schule.
Und die allerbeste Kindsmagd hatten sie außerdem an der Großmutter. Die wurde noch einmal jung in der Kinderstube und besann sich auf Märchen, wie sie schöner nie ein Mund erzählt.
Und der große und der kleine Erne saßen mit dem feinen, zarten Jens zu Füßen der Scheherezade und lauschten...
Lisette aber war auch glücklich auf ihre Art. —