Jetzt ist mir Birkholz wahrhaft ins Herz eingebrannt.

In meinen Fieberträumen rang ich mit jedem Bewohner von Birkholz.

Jeder machte mich verantwortlich für sein Kind, und zeigte mir ein armes, verbranntes, entstelltes Gesichtchen, das man draußen auf roter Heide gebettet hatte.

Und ich fühlte, daß keine Strafe groß genug sei für den Lehrer und Schulleiter Sörensen, und daß Siechtum und Blindheit kaum eine Sühne bedeuteten.

Und währenddem brachte mir Birkholz Blumen.

Die Väter der Kinder sind an mein Bett draußen im Krankenhause getreten und haben meine wunden Hände gestreichelt. Namen und unbehilfliche Worte hörte ich, denn ich konnte niemand sehen unter der schwarzen Binde, die meine versehrten Augen barg.

Mütter hörte ich schluchzen, — sie weinten wohl über mich. Aber ich lachte, und wandelte alles in Freudentränen über die geretteten Kinder. —

Gestern haben mich die Ärzte entlassen.

Fräulein Tingleff holte mich selbst in ihrer Urväterkalesche ab. Ihre Bewegung verbarg sie unter lauter groben Worten: „Schöner sind Sie wahrhaftig nicht geworden, lieber Freund, mit Ihrem geschorenen Haupt und den tausend Narben, mit dem glattrasierten Gesicht und der schwarzen Brille. Wo ist mein Stolz, Ihr schöner Vollbart?“