Vielleicht wollte der Ahn das Leben seiner fünfzehn Kinder auf den leeren Seiten des Folianten buchen, aber die Müdigkeit nach all dem heißen Ringen ums liebe Brot hat ihm die Feder aus der Hand gewunden.
Soll ich sie aufnehmen?
Es klingt so ermunternd: Mit Gott, Erne Sörensen!
Zwei Tagebücher wies meine Bücherei auf, ein altes und ein neueres. Das neuere zeigte meine eignen Schriftzüge. Ich hab’s verbrannt. — Und doch wäre ich jetzt so weit, es ganz objektiv zu betrachten.
Die Zeit und die Selbstzucht haben mich über all das Schwere, das in den Blättern eingesargt lag, hinausgehoben. —
Das alte Tagebuch von der streitbaren Großmutter Sörensen, zweimal verwittibten Lorns und Sebus, geborenen Witt, ist aber gut zu lesen. Es hat mir über manche garstige, vergiftete Stunde hinausgeholfen. Meinen Dank, Großmutter Gesine!
Wenn ich darin lese, stehen alle meine Vorfahren und Verwandten fest umrissen vor mir. Die einfache Großmutter hat Familiengeschichte studiert, wie nochmal ein Professor. Und bei der verbürgten strengen Wahrhaftigkeit ihres Wesens hat sie wohl alle gut gezeichnet, und so wählte ich mir schon als junger Schwärmer und Stürmer mein Vorbild aus diesen Blättern.
Wer mag sie dereinst in Händen haben und dann bezeugen, es sei mir gelungen? — —
Großmutter Gesine schreibt: