„Ja sehr,“ betonte Asmus, „Gott Lob und Dank. Sie war ja auch früher Lehrerin. Agnes bekam sofort von ihr eine feste Ohrfeige für die Bummelei und dann nahm ich sie mir extra vor für die Störung in der Schule. Dabei ging es denn heißer her als bei der Mutter...“

„Noch heißer? Herr Kollege? Ihre Agnes ist ein zartes, recht verschüchtertes Mädchen, dazu schon fünfzehn Jahr alt, ich meine denn doch, daß körperliche Züchtigungen ...“

Asmus stand auf.

„Herr Direktor, das ist lediglich meine eigenste Angelegenheit, ich bin der Vater...“

„Herr Kollege Asmus, Sie mißbrauchen meine Geduld. — — — Wollen Sie meinen Rat in Ihrer Angelegenheit oder???“

Beide Männer standen sich jetzt gegenüber. Asmus ganz weiß vor Zorn, eine rote Ader lag ihm quer über der Stirn.

„Ich müßte ja wohl jetzt gehen, Herr Direktor, — aber — — genug, — ich habe meine Agnes gezüchtigt, Sörine von Heidekamp ist dazugekommen, sie aß einmal wieder in der Stadt, — kurz, dieses Mädchen hat — Herr Direktor, — sie hat meinen Stock über ihrem Knie in zwei Stücke gebrochen und mir die Stücke vor die Füße geworfen. —“

Sörensen murmelte: „Das Mädchen hat Ihre Agnes sehr lieb...“

„Billigen Herr Direktor die Handlungsweise??“ Asmus wußte augenscheinlich nicht mehr, was er sprach.

Es klopfte scharf.