„... und Herr Professor Rasmussen beleidigte mich gröblichst.“

„Das ist nicht wahr,“ rief Hansohm ungestüm.

Der Direktor hob die Hände. „Herr Kollege Hansohm, augenblicklich hat Herr Asmus das Wort.“

„Ich überlasse es Herrn Hansohm,“ entgegnete dieser förmlich. „Ich habe korrekt gehandelt, und der Kollege kann gern seine Ansicht äußern.“

„Danke. — Sie gestatten, Kollege Asmus, — Sie haben nicht korrekt gehandelt. Halt! Jetzt rede ich. Sie haben Sörine von Heidekamp nicht die Tür gewiesen, was man mit dem Finger zu tun pflegt, sondern Sie haben sie im Jähzorn im Nacken gepackt...“

„Am Mantelkragen,“ schob Asmus ein. —

„Also gut! Am Mantelkragen, — und haben das junge Mädchen herausgeworfen, vor die Tür gesetzt. Sie waren so außer sich, so ohne alle Beherrschung, daß wir einschreiten mußten. Im übrigen schalten Sie so laut, daß es uns empörte, denn der Diener des Herrn von Heidekamp, der in der Straße auf und ab ging, muß es gehört haben. Er sah aus, als wolle er seiner jungen Herrin zu Hilfe kommen.“

„Seiner jungen Herrin! Seit wann machen Sie Kotau vor den Barons da draußen? Diese Liebedienerei macht ja die Sörine so aufsässig... Im übrigen, was geht mich der Diener an?“

Asmus zog die Mundwinkel verächtlich herunter.

„Na, erlauben Sie, Kollege, fragen Sie mal den Diener, ob er mit Ihnen tauscht. Er hat seinen Herrn auf allen Reisen im In- und Ausland begleitet, spricht drei fremde Sprachen und bezieht ein Gehalt von 4000 Mark.“