Und laß uns halten hoch und wert
Unsers heiligen Hauses Herd. Amen.
Die Magd brachte die Suppe herein. Gesprochen wurde nicht viel. Edlef Holgers gab den Hausgenossen einige knappe Anweisungen für die kommenden Stunden, und Tanten Frauke sprach leise mit der unruhigen Karen, die auf viele Mutmaßungen eingehende Antwort heischte.
Unter dem Tisch aber falteten sich immer aufs neue Marens Hände: »Und laß uns halten hoch und wert unseres heiligen Hauses Herd«, betete ihr junges Herz, und die Augen schauten vergrämt auf die Fremde.
Rasch wurde abgegessen. Maren brachte fast keinen Bissen herunter. Nach einer Weile stand sie auf, ging nach der Gastkammer und begann ein Bett für Akke und ihr Kleines zu rüsten. – Nach einigen Minuten folgte ihr Edlef Holgers.
»Hast du Furcht?« fragte er, »die Flut sinkt, es ist bald Hohlebbe …«
»Wir steh’n in Gottes Hand, ich hab mich keinen Augenblick gefürchtet.«
»Ich hätte dir wohl manches zu sagen, Maren, – über unsere nächste Zukunft …«
»So sprich.«
»Es wird mir nicht leicht«, zögerte er.