Freilich legte er alles ebenso rasch fort, als plötzlich die Mühle still stand und Lars Larsen vor Entrüstung den Faden verlor. Aber Ohm Rickert war doch durch die paar kräftigen Züge erst mal wieder ins Gleichgewicht gekommen.

»Geehrte Gemeindemitglieder! In ein paar Tagen, mich dünkt am Donnerstag, will Edlef Holgers vom Mutterhof aus Hamburg zurückkommen. Beinahe ein ganzes Jahr ist er fortgewesen, und hat in diesem Jahre nur für uns gearbeitet, für das Wohl unserer Insel.«

»Junge, Junge, dat’s gewiß!« murmelte jemand.

»Seine Reisen und sein Aufenthalt in den wichtigen Hafenstädten hat unserer Gemeinde nicht einen Pfennig gekostet. Mit seinem Hab und Gut und mit seiner ganzen Gesundheit hat er sich eingesetzt nur aus Liebe zur Heimat und ohne eigenen Gewinn. Hohe Herren sind auf unsere Hallig gekommen und haben von Edlef Holgers gesprochen, als sei er selbst ein hoher Herr. Das ehrt uns alle. Deshalb wollen wir ihn wieder ehren und ihm einen schönen, warmen Empfang bereiten.«

»Dat’s doch Sach’ von sin Fru …« warf Boy Boysens loses Mundwerk hin.

Ihm antworteten nur entrüstete Blicke, und Ohm Rickert machte eine ausholende Gebärde, die gar nicht mißzuverstehen war.

Ketel Boon fuhr in seiner Rede fort.

»Wir wollen Edlef Holgers feierlich einholen. Wer vorher nach Pellworm oder Husum kommt, soll Tannenzweige mitbringen. Wer noch kleine, freundliche Kinder daheim hat, läßt sie die Sonntagskleider anziehen, und so mit dem Tannengrün sollen sie am Poststeg stehen, wenn das Segelboot kommt.«

»Ich heww nur mien gnarrige Olsch to Hus«, murrte Boy Boysen.

»Und wir wollen im Gottestischrock dabeistehen und ihm die Hand geben«, schlug Ketel Boon weiter vor.