Er sah sie an. Lange. Auf den Grund ihrer reinen Frauenseele drangen seine Augen, in denen schon der Schimmer einer andern Welt lag. Dann verklärte sich sein Gesicht. Er lächelte. Erstaunt, fragend, wissend. Strahlend wurde sein Lächeln. Viele Dinge lagen darin.

Er nahm es mit hinüber in die Ewigkeit. –

Edlef Holgers kehrte heim.

In Tannengrün prangte der Mutterhof, und kleine Tannenzweiglein bedeckten den Weg, der von der Haustür bis zur Warftreppe führte. Und der Sarg war eingehüllt in Bonnestave. Die blaue Halligblume grüßte ihren Sohn, der heimkehrte zur Halligerde.

So bekam Edlef Holgers doch noch das Kirchengeläut, das Boy Boysen ihm versagen wollte. Der Klang der Halligglocken zitterte in der klaren Winterluft.

Maren schritt allein hinter dem Toten.

Ehern stand die Majestät des Schmerzes in ihrem leidgereiften Antlitz.

Als der Sarg über die Schwelle des Mutterhofes gehoben wurde, sagte sie laut und feierlich: »Sei willkommen, mein Edlef!«

Und die Träger meinten, sie würden niemals dies Wort vergessen und nimmer das junge Weib in seinem heiligen Schmerz.