Die ist mit Tannen bekränzt und mit zwei Tannenbäumen eingerahmt. Und den Weg bedecken Blüten der blauen Halligblume. Kinder treten auf sie zu, die tragen Bonnestave in ihren Händen. Und lachen sie glücklich an, und rufen: »Mutter Maren!«

Und der Gemeindevorsteher liest etwas aus einem großen Bogen vor, aber seine Stimme versagt so oft, daß Maren gar nichts davon versteht. Bis er plötzlich abbricht und auch nur die zwei Worte stammelt: »Mutter Maren.« Dann drängen sich die »drei Obdachlosen« vor und drücken ihre Hände, und Lütt Krischan wird ihr auf den Arm gegeben. So steht sie lieblich da, die »Mutter Maren mit dem Kinde«. Auch Bruder Mannes Hände strecken sich ihr entgegen, und Schwester Nomine umfängt sie glücklich. Mutter Holgers weint still in ihr Tuch. Tanten Frauke steht etwas abseits mit ihren versonnenen Augen. Die sieht wieder die Holgerssippe. Sieht Geschlechter kommen und gehen, und zieht ihre stillen Vergleiche.

Maren drückt viele Hände und sagte wenig Worte.

Aber ihr Herz spricht laut: »Ich hab’ euch alle lieb!«

Dann gehen die hundert Inselleute still davon.

Ein tiefes Freuen liegt über der Hallig.

Maren hebt das Antlitz, über das linde Tränen rinnen. Sie schaut nach dem Gottesacker …

Und weiter hin über die liebe Heimat und die salzen See. – In ihrem Herzen ist ein heiliges Gelöbnis.

Sie nimmt Onnens Hand und schreitet mit dem jungen Erben still über die Schwelle des Mutterhofes.

Ende.