Inzwischen plauderten die Geschwister eindringlich miteinander. »Wie die heilige Cäcilie selbst hast du heute gespielt«, sagte Maren bewundernd zum Bruder. »Nur ein besseres Harmonium müßte man dir schaffen.«
»Wer denn?« fragte Manne trocken.
»Nun die Gemeinde oder die Regierung.«
»Ja, die lauern nur drauf.«
Inzwischen hatte Edlef die beiden eingeholt.
Maren hielt die feinen Lippen zusammengepreßt, und Manne Wögens schüttelte dann und wann den Kopf. Denn Edlef Holgers sah ganz und gar nicht wie ein Unglücklicher aus, als der er ihn doch vor ein paar Tagen verlassen hatte, und nun gesellte er sich stumm und doch wie selbstverständlich zu ihnen.
Ging neben ihnen her, eine halbe Stunde und mehr mit versonnenem Gesicht, ohne ein Wort zu reden. – An Luersens Haus gingen sie rasch vorbei, und dann standen sie vorm Schulhaus.
Edlef schob den Lehrer kraftvoll durch das Zauntor. »Nun sieh du erst mal eine ganze Weile nach dem Vieh, Manne«, befahl er kühnlich.
Manne Wögens lachte. Aber er gehorchte und ging in den Stall.
Befangen schritt Maren durch die Hausdiele in die Wohnstube.