»Und warum nicht?«

»Weil Nomine Holgers kein Kind mehr ist.«

»Sie ist doch aber ein Kind ihrer Heimat … und sie hungert nach Märchen. Draußen in der Fremde ist alles Wirklichkeit. Und die ist so kalt …«

»Wirklichkeit? Da draußen heiratet also jede Gänsemagd ihren Königsohn? Oder besser, jeder Schweinehirt seine Prinzessin?«

»In diesen Kreisen hab ich keinen Zutritt«, lächelte sie. »Item, – ich hungere nach Märchen …«

»Eigentlich müßt ich als Lehrer sagen: ›Nomine Holgers, du bist eigensinnig, stell dich in die Ecke.‹«

»Ich will aber nicht. Ich will mein Märchen.«

»So ein Unart! – Also, dann man to. Passen Sie gut auf. – Es waren einmal drei Kinder. Zwei große Jungen und ein kleines, süßes, feines Mädchen …«

»Ein eigensinniger Unart!«

»Ja, manchmal.«