»Nein, immer.«
»Nicht unterbrechen, Fräulein Nomine. Oder wollen Sie die Geschichte erzählen?«
»Nein, – – dann würde sie ganz anders enden, als bei Manne Wögens.«
»Wie die Märchen wirklich enden, das weiß kein Mensch. In Büchern steht: ›Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie heute noch.‹ Aber ob sie gestorben sind oder wie sie weiter leben, das erfährt man nicht.«
»Weiter, Manne Wögens, philosophieren wollen wir ein andermal, wenn ich nicht so froh bin, wie heute.« –
»Ja, also diese drei glücklichen Menschenkinder liefen auf der Hallig herum, die ihnen ganz zu eigen gehörte. So voll Phantasie waren sie. – Und sie hießen …«
»Ach – Name ist Schall und Rauch, lassen wir sie doch namenlos.«
»Mitnichten. Als Lehrer bin ich für Gründlichkeit. Sie hießen also Nomine, Edlef und Manne.«
»Ja. Und die freundlich Zuerstgenannte war die Unterdrückte. Sie mußte immer das tun, was die anderen wollten.«
»Das ist nun wirklich ein Märchen und höchst unglaubwürdig. Da lach ik öwer. Sagen wir lieber, sie fügte sich manchmal, wenn zufällig die Vernunft in ihren Kram paßte.«