Es war ein herzliches, sonniges, frohes Kinderlachen, so recht aus dem Innersten heraus, wie man es sonst nur bei ganz jungen Dreijährigen hört, und das Gesicht des kleinen Mädchens erstrahlte bei diesem Lachen, sie nahm den Jungen gleich fest bei der Hand.

»Warum sollte ich denn einen Buckel haben?« Und wieder lachte Bertold. Diesmal war’s ein Duett mit dem Mädel.

»Sie sagten’s alle, – aber es ist gut, daß du keinen hast, denn sonst hätte ich sanft mit dir sein müssen, meinte Trine.«

»Wer ist Trine?«

»Trine ist – Trine.«

»Wie heißt du denn?«

»Liselotte Windemuth. Aber halt jetzt nur den Mund, da ist der Herr Rektor.«

Rektor Dillen sah erst den kleinen Ankömmling gar nicht, so groß und schlank das Bürschchen auch war.

Oder wollte er ihn nicht sehen?

Wurde die Erinnerung zu mächtig in ihm, die Erinnerung an die Mutter dieses Knaben, die mit so sonnigen Augen in diese düstere Welt und insbesondere in die düstere Welt der Eichenborns geschaut hatte, und die seine Lieblingsschülerin gewesen war?