Und die Umstehenden schauten wieder auf die beiden und sie vermochten nicht einmal zu lächeln, so rührend war die Versunkenheit des Jungen.
»Wie heißt du?«
»Fritz Bach.«
»Du hast einen Wunsch an mich?«
»Ich habe den Herrn spielen hören – heute im Konzert, aber ich wußte nicht, ob ein Mensch spielte – – –«
»Was redest du da. Wo warst du? Im Saal drinnen? Erzähl ordentlich.«
»Hinter dem Vorhang auf der Bühne steckte ich. Die Frau, bei der ich bin« – der Junge schüttelte sich – »ist Garderobefrau, der Mann hat auch eine Anstellung da. Ich habe schon viele Musik gehört. Gestern hatten sie mich so geschlagen, weil ich den Herrn geigen hören wollte, daß ich mich nur noch hinter den Vorhang stecken konnte; ich meinte, ich müßte sterben. Und als der Herr geigte, glaubte ich, ich wär’ tot, und es wär’ schon ein Engel – – –«
Die Umstehenden sahen sich an.
Das war eine andere Sprache, als die gewohnten Huldigungen, die man dem begnadeten Künstler darbrachte, und dabei dies selbstvergessene Anschauen –
»Sprich weiter.«