»Hm – – ja – ich glaub’ – –«

»Klug?«

»Klüger als die meisten Menschen. Er weiß alles, das sagt er selbst.«

»Meinst du, daß er mich gern haben wird?«

»Aber natürlich. Du spielst ja Geige. Er spielt ja so prachtvoll Klavier, schon ganz rasend schwere Stücke. O, es ist zu fein, daß Hans kommt, dann können wir zusammen musizieren. Du Geige, – ich und der Hans begleiten dich abwechselnd – – –«

»Ja, das wird herrlich!« rief Bertold lebhafter, als es sonst seine Art war. »Du kannst mir nun jeden Tag von dem Vetter erzählen, damit ich ihn richtig kennen lerne. Und wenn er so furchtbar klug ist, dann will ich mich ordentlich auf die Hosen setzen.«

»Sitzt du denn nicht immer drauf, Bertold?«

Der Junge lachte. »Wie du ernsthaft fragst. Es ist nur so ’ne Redensart. Ich mein’ damit, ich will noch strammer arbeiten.«

Liselotte erhob Einspruch. »Das kannst du gar nicht, Bertold. Herr Rektor sagt, du wärst der Beste von uns allen.«

Bertold zuckte die Achseln. »Na weißt du, Liselott, viel gehört da nicht zu. Findest du nicht, daß die Kinder sehr faul sind?«