Auf eine Eheschließung von Juden kamen jüdische Geburten dementsprechend in Preußen:

1820/305,2
1841/505,0
1875/844,3
1885/903,5
1895/1900 2,8
1901/052,7
1906/082,4
1910/142,15

Rost hat in der „Sozialen Kultur” (August 1912) ganz richtig berechnet, daß 1876/80 auf 1000 Eheschließungen 4640 Geburten und 1910 auf 1000 Eheschließungen nur noch 2160 Geburten kamen.

Man muß nicht jahrelang Statistiken geschrieben haben, um zu begreifen, daß wenn in den ersten Jahrzehnten des XIX. Jahrh. 5,2 Geburten auf eine jüdische Eheschließung kamen und von 1910-13 nur 2,15 — durch diese Gegenüberstellung ein anschauliches Bild gewonnen ist. Um das Werk nicht zu sehr auszuspinnen, verzichte ich auf die Wiedergabe aller einzelnen Zahlen, die ohnedies das Unglück der jüdischen Statistiker geworden sind, weil diese vor lauter Ziffern die Dinge selbst nicht mehr zu entziffern verstehen.

Es wurden in Preußen gezählt:

jüdischeGeburten
Eheschließungen (aus jüd. Ehen)
1910: 26671911: 5737
1911: 25811912: 5541
1912: 25461913: 5497
1913: 24821914: 5279

Wir waren also auch vor und ohne den Krieg beim Zweikindersystem angelangt und jedes Bestreiten dieser Tatsache beweist nur den Mangel statistischen Wissens und loyalen Denkens.

Einen Ueberblick über die Entwicklung der Fruchtbarkeit in Stadt und Land gibt die bayrische Statistik. Danach gab es Geburten:



annoin den größ. Städtenim übrigen Landzusammen

18795849731557
1881-855638921455
1886-915007221222
1891-954885951083
1897-00496470 966
1901-05473460 933
1906-10460374 834
1912-13444294 738
(1917 216118 334)