[16]Die Abkunft Barzilais' ist übrigens nicht sicher auf Juden zurückzuführen.
[17]Dafür hat Ernst Cassel Millionen gespendet, die er dem Kaiser übermittelte; der einzige Engländer, der sich die Freundschaft der beiden Länder etwas kosten ließ und sich ernsthaft darum bemühte.
[18]Verlag Stilke, Berlin 1915.
[19]Verlag Ullstein, Berlin.
[20]Verlag Reinhardt, München.
[21]Verlag Marquardt, Groß-Lichterfelde.
[22]Verlag Louis Lamm, Berlin C.
[23]Eine wirkliche Masseneinwanderung östlicher Juden in Deutschland wird schon aus ökonomischen Gründen schwer durchführbar sein. Dieselbe wäre auch vom jüdisch-nationalen Standpunkt nur eine Notstandsaktion, die übrigens wegen der vielen Widerstände, die nach jeder Hinsicht zu überwinden wären, keineswegs einzutreten braucht.
[24]Wir könnten z. B. von daher unsere Baumwolle beziehen und so vom Auslande unabhängig werden.
[25]Ein soeben von Alfons Paquet erschienener Artikel (in Heft 40 Jahrg. 1915 des März) „Juden im Osten“ kommt zu denselben Resultaten. Paquet schreibt: „Das türkische Volk kümmert sich wenig um den Glauben anderer. Es erkennt in den Juden die Orientalen, es weiß, daß jene, die aus dem Westen kommen, zugleich Europäer sind, Träger eines praktischen Könnens, das dem neuen türkischen Staatswesen Nutzen zu bringen vermag. Und das eigentliche Palästina? Hat es nicht in den Jahren, die dem Versuch der Wiederbesiedelung gewidmet waren, bewiesen, daß es wirklich das Land ist, wo einmal der Wanderer sein Haupt hinlegen kann unter den Sternen die den Erzvätern leuchteten, um auszuruhen und böse Spuren aus seinen Zügen wischen?“ Sie brauchen eines zuerst: eine Zukunft, ein grünes Banner. In dem von Menschen erfüllten Europa werden sie das wichtigste für ihre Zukunft: — den Boden — nie erhalten, eher werden sie die Träger irgend eines unbestimmten Unheils sein. In allen Erdteilen, außer Vorderasien, fehlen die Möglichkeiten einer Ansiedelung, die den Juden erlaubt, nach ihrer höchst eigentümlichen Art zu leben und von dem geistigen Gut, nach dem sie hungern, satt zu werden. Aber in dem einen kleinen Lande, das schon begonnen hat, zu einem neuen Dasein zu erwachen, ist Raum und Tragkraft genug, sie aufzunehmen. Josua und Kaleb sind von ihrer Kundschafterreise zurückgekehrt mit schweren Trauben. Es kommt jetzt darauf an die Fähigkeiten des Volkes, die bisher auf die Wüstenreise verwendet wurden, zu wecken und neu zu gebrauchen. Schulen nach dem Vorbild der deutschen Volksschulen, vielleicht mit einer Hochschule an der Spitze, werden dazu helfen können. Einst werden dann diese Knaben die Mannschaft eines neuen morgenländischen Wesens bilden, gleichviel, ob sie Ingenieure oder Kaufleute, Handwerker, Ackerbauer oder Gelehrte werden, gleichviel sogar, wie viele von ihnen in Europa bleiben und wie viele wirklich im Morgenland wohnen. Sie können in einer neuen Heimat ein neues Volk sein — nicht im Sinne jenes Nationalismus, der in Europa die Völker zerreißt und schlägt, sondern in dem innerlich freien, nach außen duldsamen Sinne der morgenländischen Weisen. „Der türkische Baum muß sehr grün werden und auswachsen.“ „Wer in seinem Schatten wohnen will, muß aber zuvor sein Gärtner sein.“ — — — So denkt ein bekannter Orientkenner über die Judenfrage und das Problem der Türkei.