Auf je 100 Erstgeburten kamen 1910
bei der allgem. Bevölkerungbei der jüdischen Bevölkerung
Zweitgeborene77,287,0
Drittgeborene45,044,0
Viertgeborene28,023,0
Fünftgeborene17,015,0
Sechstgeborene10,57,8
Siebentgeborene7,42,5
Achtgeborene5,22,6
Neuntgeborene3,32,0
Zehntgeborene2,20,5
Elft- und Mehrgeborene4,52,0

Die soziale Stellung.
Unter je 100 Eheschließenden waren:

Danach tritt also klar zutage, daß in den Ehen eine enorme Umwälzung der Fruchtbarkeit sich vollzogen hat.

Unter 100 Erstgeborenen trafen auf:

Ich versuchte aber die Konstruktion der Natalität noch weiter zu ergründen, bestimmte den Prozentsatz, den die einzelnen Berufe an der Eheschließung und an der Vermehrung nahmen, danach gab es Akademiker unter den Heiratenden knapp 10 %; diese hatten einen entsprechenden Prozentsatz unter den erstgeborenen Kindern, unter den mehr als Drittgeborenen aber nur 1,4 %, und es ist wohl auch kein Wunder oder Zufall, daß der einzige Akademiker, der mehr als sechs Kinder hatte (im Jahre 1910) ein aus dem Auslande stammender Rabbiner war, wie überhaupt bei den Rabbinern die Mehrgeburten noch vielfach vorkommen. Auch die selbständigen Kaufleute wiesen ebenso wie die Handelsangestellten eine immer schwächer werdende Beteiligung an den Mehrgeburten auf. Die Arbeiter, die unter den Eheschließenden dieselbe Zahl wie die Akademiker aufwiesen (10 %), waren in 34 % der Fälle Väter der Kinder, die Viertgeborene und mehr waren. Es zeigt sich also auch hier, daß das Proletariat die Art erhält.

Unter 100 jüdischen Mehrgeborenen trafen auf:

Tabelle XII. Soziale Stellung der jüdischen Väter
der 1910 in Berlin in jüdischen Ehen geborenen Kinder.