»Bist du getroffen?« – »Ich glaube. Laß mich hier. Und rette dich.« – »Niemals! Laß dich stützen.«

»Um Gott, Herr, duckt euch! taucht! sie zielen!«

Die Hunnen hatten jetzt ausgebetet. Sie ritten bis hart an den Strom, bis in sein Uferwasser, bogenspannend und zielend.

»Laß mich, Witichis! Flieh, ich sterbe hier.« – »Nein, ich lasse dich nie mehr!« Er wollte sie aus dem Sattel heben und sie auf dem Stein bergen. In hellem Mondlicht stand die Gruppe.

»Gieb dich gefangen, Witichis!« rief Cethegus, sein Roß bis an den Bug in das Wasser spornend.

»Fluch über dich, du Lügner und Neiding.«

Da schwirrten zwölf Pfeile auf einmal. Hoch auf sprang das Roß Theoderichs und versank für immer in die Tiefe.

Aber auch Witichis war auf den Tod getroffen. »Bei dir!« – hauchte noch Rauthgundis. Fest mit beiden Armen umfing sie Witichis. – – »Mit dir!«

Umschlungen verschwanden sie im Fluß.

Jammernd rief drüben Wachis im Schilf des Ufers noch dreimal ihren Namen. Er erhielt keine Antwort. Da jagte er davon in die Nacht.