Das Sternbild ist bei uns in klaren Winternächten tief am südöstlichen Himmel sichtbar. Mitten in ihm stehen drei helle Sterne nebeneinander. Man hat diesen den Namen die heiligen Dreikönige gegeben; die Astronomen nennen sie indes den »Jakobstab« oder den »Gürtel des Orion«, – des himmlischen Jägers. –

Etwas unterhalb des mittelsten Sternes im »Jakobstabe« sehen wir mit dem bloßen Auge schon eine mattschimmernde Stelle. Es ist die des großen »Orionnebels«.

Wenn man ein genügend stark vergrößerndes Fernrohr zur Beobachtung dieses Nebels anwendet, dann enthüllt sich dem Auge ein entzückendes Bild.

Der Nebel erscheint, wie ein wogendes Meer. Er ist ganz bizarr geformt und an seiner Vorderseite tief eingebuchtet. Diese Einbuchtung sieht aus, wie ein »Löwenrachen«. Man hat sie auch so benannt. In die Gasmassen um diesen »Löwenrachen« herum sind viele Sterne eingestreut. Man hat diese Sterngruppe das »Trapez« genannt.

Wenn man den »Orionnebel« photographiert, dann kann man auf den Photographien ganz deutlich erkennen, daß die Nebelmassen weithin gasige Ausläufer in den Raum aussenden.

Der ganze Nebel schimmert in grünlichem Lichte, und das kleine Glasprisma, mit dem man das Licht der Gestirne in ein Farbenband zerlegt, sagt uns von diesem Gasgebilde, daß in ihm sich ein uns noch nicht bekannter Weltenstoff befindet. Dieser nimmt am Aufbau der Sterne aus dem Nebel dort Anteil.

Das Wogen und Wallen der gasigen Massen, die den »Orionnebel« bilden, deutet darauf hin, daß die schöpferischen Kräfte dort bereits am Aufbau von Sonnen, Planeten und Monden aus dem Urstoff tätig sind.

Ein anderer, unregelmäßiger Nebel im Universum (Weltenraume) sieht aus, wie ein Baumkuchen!

Man nennt ihn den »Crabb-Nebel«, und er steht im Sternbilde des »Stieres«.

Ein dritter, unregelmäßiger Nebel hat die Gestalt eines Fisches. Man hat ihn deshalb auch den »Fisch- oder Heringsnebel« genannt. Er leuchtet im Sternbilde des »Haares der Berenice«.