Wenn wir ein Stück Eisen bis zur Weißglut erhitzen und die Hitze noch weiter steigern, dann geht das ursprünglich feste Eisen in die Gasform über. Vergastes Eisen finden wir auch in den kosmischen Nebeln und auf den meisten Sonnen im Weltenraume, ganz besonders auf der unsrigen, wie wir später noch hören werden. Ihrer äußeren Gestalt nach teilt man diese, oft gewaltig großen Gasmassen in folgende Klassen ein:
- 1. in planetarische oder Ringnebel,
- 2. in unregelmäßige Nebel,
- 3. in Doppelnebel,
- 4. in veränderliche Nebel und
- 5. in Spiralnebel.
Planetarische oder Ringnebel werden sie genannt, weil sie, – der Name sagt es uns schon, – die Form eines Planetenscheibchens oder eines Ringes haben.
Sehen sie aus wie ein Ring, dann ist in der Mitte des dunklen Raumes, den der lichte Nebelring einschließt, noch ein heller Stern. Es ist dies meist ein »Nebelstern«, also eine Sonne, die von einer Aureole aus weltbildender Materie noch umrandet wird.
Der berühmteste Ringnebel, den wir am Firmamente kennen, ist der im Sternbilde der »Leier«.
Dieses glänzt an unserem nördlichen Firmamente, und der Nebel ist in kleineren astronomischen Instrumenten schon sichtbar.
Man hat diesen Nebel auch photographiert, und die lichtempfindlichen Platten zeigen uns, wie feine, gasige Strahlen von dem Sterne in der Mitte des Ringes ausgehen und diesen mit dem inneren Rande des Ringes verbinden.
Ein anderer, schöner Ringnebel befindet sich im Sternbilde des »Schwans«! –
Der schönste, unregelmäßige Nebel ist der im Sternbilde des »Orion«.