Auf diese Weise entstehen neue Weltenkörper! –

Der Astronom hat ein kleines Instrument. Es besteht in der Hauptsache aus einem Glasprisma, das dazu dient, einen Lichtstrahl in seine sieben Regenbogenfarben, – also in ein Farbenband, – zu zerlegen oder auseinanderzuziehen.

Mit diesem Glasprisma, das wir Spektroskop nennen, vermag der Himmelsforscher das Dasein von Urstoff im Weltenraume festzustellen. Wir nennen diese Schwaden (Wolken aus Urstoff), die wir überall heute noch in den Sternenräumen antreffen, kosmische Nebel!


Die Welt der kosmischen Nebel!

Wenn wir mit einem genügend stark vergrößernden astronomischen Fernrohre, das – nebenbei sei es gesagt, – das Bild des Gestirnes umkehrt, den gestirnten Himmel durchmustern und die Sternbilder an ihm nach Einzelheiten absuchen, dann werden wir da und dort auf kleine, lichte Stellen stoßen, die sich scharf vom dunklen Himmelsuntergrunde abheben.

Manchmal haben diese lichten Stellen das Aussehen von Sternen; in den meisten Fällen aber erscheinen sie ganz eigenartig geformt.

Sie haben einen milchigen Schimmer und sehen an ihren Rändern undeutlich und verwaschen aus.

Lange vor der Erfindung des Spektroskopes, hat man diese seltsamen Gebilde am Himmel schon gekannt und ihnen den Namen »Nebelflecken« gegeben; aber das Spektroskop war es, das uns zuerst verriet, daß diese »Nebelflecken« keine Ansammlungen von Sternen in unendlicher Entfernung von uns, sondern gasige Massen, – also weltbildender Stoff – seien. Diese Gasmassen – das erzählte uns das Spektroskop noch, – enthalten sehr viel Wasserstoff, der ja ein Hauptbestandteil unseres Wassers ist, und ferner das Sonnengas (Helium), das sich auch auf unserem Tagesgestirne vorfindet.

Endlich finden sich in ihnen einige Gase vor, von denen wir auf Erden eine Kenntnis noch nicht besitzen.