Auch unsere Sonne umgab einst, – wie wir später noch eingehender besprechen werden, – ein solcher Glorienschein aus Urstoff. Aus diesem Glorienschein (Aureole) haben sich dann die acht Planeten geformt, die heute noch unser Tagesgestirn umwandern.

Ferner bildeten sich aus dieser Aureole um unsere Sonne herum alle Weltenkörper, die, außer den Planeten, noch zu unserem Sonnenreiche gehören, also die Monde, die Kometen, die Meteoriten und die kleinen Planeten. Von ihnen werden wir an anderer Stelle dieses Buches noch mehr erfahren!

Die Planeten umgab gleichfalls in ihrem Urzustande ein solcher Glorienschein aus Weltenstoff. Aus ihm wurden genau so, wie es bei den Sonnen geschah, die Monde.

Bewegung kam in alle Sonnen, – nach der Meinung dieser Weltbildungshypothese, – in der Weise, daß kleine Ballen von Urstoff, – die wir Kometen nennen können, – aus fernen Räumen in die Aureole dieser »Nebelsterne« stürzten, sie seitlich trafen und so die fertigen Weltkörper in die Drehung um ihre Achse versetzten, die ihnen bis zur Stunde verblieben ist! –

Durch diese Ansicht wird auch erklärt, warum die Monde einiger Planeten unseres Sonnenreiches sich nicht in der gleichen Richtung um ihre Achse drehen, wie die Planeten, zu denen sie gehören, sondern in der entgegengesetzten! Ferner wird, nach Karl Braun, durch diese wissenschaftliche Meinung noch erörtert, warum der Planet Mars, von dem wir später noch hören, kleinere Monde hat, als er eigentlich besitzen dürfte.

In den ungeheuer langen Zeiten, die seit der Schöpfung der Erstlingssonne aus dem Urnebel vergangen sind, haben sich auch die übrigen Sonnen aus ihm geformt, die wir heute am Firmamente prangen sehen; aber es ist nicht aller Urstoff dabei verbraucht worden!

Eine andere Erklärung dafür, wie sich Himmelskörper aus dem Urstoffe bildeten und noch immer bilden, hat der schwedische Physiker Svante Arrhenius gegeben.

Er nimmt an, daß der Stoff, aus dem die Himmelskörper einst wurden, aus winzigen Stäubchen besteht.

Die von den Sonnen ausgehenden Lichtstrahlen drücken diese Weltenstoffstäubchen hinaus in den Raum. Überall da, wo die von den Sonnen kommenden Lichtstrahlen sich treffen und sich schneiden, werden diese Weltenstoffstäubchen aufgehalten und zusammengeballt.