Ob der Merkur eine Atmosphäre, – also einen Luftgürtel, – wie ihn die Erde besitzt, hat, wissen wir nicht genau.

Ein Teil der Forscher nimmt an, daß der Planet eine sehr hohe und dichte Atmosphäre habe; andere Beobachter wieder sprechen ihm den Luftgürtel ab.

Merkur hat keinen Mond. Wir könnten den Planeten eher einen »Mond der Sonne« nennen. Von dieser ist er acht Millionen Meilen entfernt. Der Planet ist ähnlich wie unser Mond, einem Phasenwechsel unterworfen. Wir sehen ihn also einmal als eine schmale Sichel im ersten und im letzten Viertel, das anderemal als vollbeleuchtete Scheibe und endlich gar nicht.

Die Venus.

Sie ist das schönste Gestirn an unserem Firmamente. Wir sehen sie bald am östlichen Horizonte, und zwar vor Sonnenaufgang, bald am westlichen Himmel und dann nach Sonnenuntergang. Im erstgenannten Falle ist sie unser Morgenstern, im anderen unser Abendstern!

Ihr goldgelbes und starkes Licht hat zu allen Zeiten die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich gelenkt.

Im Altertume war der Planet der Göttin Venus geweiht und im Mittelalter der Jungfrau Maria. Er ist der »Dunkelstern der deutschen Dichter« und das Gestirn der Hirten.

Die Venus ist fast so groß wie unsere Erde, also größer als der Planet Merkur und unser Mond.

Sie ist ebenfalls einem Phasenwechsel unterworfen.