»Das ist der Kaiser gewesen / dem Du so mitgespielt hast...« rief ich nun laut. »Laßt ihn los / er hat den Kaiser nicht gekannt...«

Die Männer gaben ihn frei und Kaspar Dinckel bekreuzte sich. »Dann sei Gott meiner Seele gnädig...« sagte er.

Wir sahen einander traurig in die Augen / und mir preßte eine solche Pein das Herz zusammen / daß Kaspar es wohl merken mußte: »Ich hab wirklich geglaubt / es sei nur so einer... von den spanischen Windhunden...« Und weil ich schwieg / setzte er hinzu: »Die wollen immer nur die Gäule schinden...«

»Wirf Dich zu des Kaisers Füßen / Kaspar...« rief ich und fühlte wohl / wie meine Lippen dabei zitterten.

»Ach nein« / sagte Kaspar mit sanftem Trotz in den Augen. »Nun ist es getan / nun sollen sie mir auch den Strick drehen...«

»Bitt um Dein Leben / Bursche!« Ich wollte streng sein / wollte daß es ein Befehl werde / aber es klang wie ein angstvolles Bitten und es schauten alle erstaunt zu mir her.

»Dem Kaiser ist sehr übel...« sagte einer von den spanischen Rittern / die nach und nach herbeigekommen waren. Ich sah hinüber / den Kaiser von den Seinigen umringt / halb im Sattel sich wieder aufrichtend. Seine Augen waren noch verdreht und wie gebrochen und sein Kopf wackelte hin und her.

»Was gibts da / was war da?« rief eine schmetternde Stimme vor mir / die ich kannte. Es war der Hauptmann Rosenzwick / der um sein Fuhrwerk bekümmert / an den Kreis sprengte.

»Der Knecht da... hat den Kaiser ins Gesicht gehaut...«