»Zum Kaiser jetzt« / sagte ich mir / riß mein Pferd herum und lenkte es ins Gras / wo seitab vom Wege das Gefolge noch immer um den Herrn bemüht war. Sie hatten seinen Gaul gewendet / daß er nun mit dem Rücken gegen die Straße stand / auf der die Truppen langsam vorbeizogen.

Es war ein dichtes Getümmel um den Kaiser / denn alle Personen von Rang waren herbeigesprengt / weil es im Flug durch die Armada geeilt war / der Majestät sei ein Unglück geschehen.

Den Markgrafen von Kulmbach / der auch mit dabei war / ging ich sogleich um seine Fürsprache an. »Laßt mich zufrieden mit Eurer Narrheit« / schrie er mir in die Augen. »Der Kerl soll baumeln!«

»Herr Markgraf« / drang ich auf ihn ein / »des Burschen Blut kommt über mich...«

Er brüllte. »Was geht's mich an? Lamentiert nicht so um solch ein Vieh ... es wird so schad nicht sein...«

»Erlaubt Herr Markgraf« / sprach da der Rosenzwick dazwischen / »es ist ein kreuzbraver Geselle / der den Kaiser nur in aller Unschuld geschlagen hat... und« — er schien wieder zu schmunzeln — »aus Haß gegen die Spanier...«

»Er hat nicht gewußt / daß es der Kaiser war« / begann ich wieder.

Der Markgraf wurde ruhig und nachdenklich. Das benützte ich und fing nochmals von vorne an und stellte ihm den ganzen Hergang dar.

»Schließlich« / sagte der Rosenzwick / »was braucht er sich um mein Fuhrwerk zu kümmern?... Was braucht er meine Kutscher schlagen... zum Teufel mit dem ganzen Unwesen / dem spanischen!«

»Jawohl!« schrie der Markgraf plötzlich heraus / »henken... henken... bei uns nur immer henken / spießen und rädern... Wegen solch einer verdammten Dummheit einfach henken...!«