Indessen ward in dem Getümmel eine Gasse frei und der Kaiser kam langsam hindurchgeritten. Er war noch sehr bleich und blickte wie im Traum.

»Sitzt ab und kniet...« flüsterte mir der Markgraf zu.

Wie der Blitz waren wir alle von den Pferden und ich lag auf dem Boden. Der Kaiser hielt an und hinter mir hörte ich den Markgrafen sprechen: »Dieser Junker da / wenn es Euer Majestät nicht mißfällt / bittet um Gnade für den armen Fuhrknecht...«

Der Kaiser verzog das Gesicht / schaute umher / als spähe er an den Bäumen und sprach mit erwürgter Stimme: »Noch nicht gehenkt?«

»Der Junker da bittet um Gnade« / fuhr der Markgraf unbekümmert fort.

»Henken! Henken!« schrie der Kaiser.

»Es ist ein ehrlicher Mensch!« knurrte der Rosenzwick. »Schenk Euer Majestät ihm das bißl Leben... ein braver Kerl.«

Auf den Knien liegend / das Haupt gesenkt / hörte ich über mir des Kaisers Stimme / breitgequetscht / überschnappend / zornig: »Henken! Henken!«