Des Morgens aber war der Vater doch immer am meisten aufgelegt, mich abzutätscheln, und ehe er das Haus verließ, noch ein wenig mit mir zu spielen. Dazu reizte ihn wohl der Umstand, daß ich, während er sich anzog und wusch und frühstückte, meist im Hemd herumging oder doch nur im Unterrock und Hemd.
Eines Morgens nun, es war, glaube ich an einem Donnerstag, und wir hatten seit dem Sonntagmorgen nichts mit einander gehabt, griff mir der Vater jedesmal an die Brüste, so daß ich ganz aufgeregt wurde. Ich hielt sie ihm also auch noch extra hin, und er wurde immer geiler. Endlich, als er sich gewaschen hatte, und ich gerade das Bettzeug lüften wollte, erwischte er mich, wie ich an ihm vorbei mußte, fuhr mir ins Hemd und traktierte meine Himbeeren, die sich aufstellten. Ich hätte es in diesem Moment gar zu gern getan, und wie er so in den Unterhosen vor mir stand, griff ich zu und faßte seinen stehenden Fechter beim Kopf. So rieben wir uns beide ein paar Sekunden dort, wo es uns am wohlsten tat, bis mein Vater mich unbedachter Weise aufs Bett warf, und ich ebenfalls unbedachter Weise mir eine schnelle Frühstücksnummer erhoffte. Er hatte mir eben die Röcke aufgehoben und sich auf mich geworfen, als Rudolf die Türe öffnete.
»O Pardon!« sagte er und fuhr zurück.
Wir stoben entsetzt auseinander. Der Vater ging sofort hinaus, und ich hörte ihn nach einer Weile sagen: »Das Mädel muß man mit Gewalt aus dem Bett ziehen, sie will sonst nicht aufstehen …«
Rudolf lachte.
Als der Vater hereinkam, sagte er beschwichtigend zu mir: »Er hat gar nix gesehen.«
Ich erwiderte nichts, aber ich war nur zu sehr vom Gegenteil überzeugt. Der Vater hatte denn auch kaum das Haus verlassen, als Rudolf hereinstürzte.
»Na«, fuhr er mich an, »hat der Vater vielleicht heut auch nur haben wollen, daß du dich besser waschen sollst …?«
Da ich noch im Hemd war, hielt ich mir ein Handtuch vor die Brust. Er riß es mir weg.
»Mach keine G'schichten …«, lachte er, und ich bemerkte erst jetzt, daß er mich duzte.