Wie wir wieder auf den Graben kamen, stieß mich Zenzi an: »Da schau …, der geht uns nach …«
Vor uns ging ein großer, sehr nobel gekleideter Mann mit einem schwarzen Bart. Er drehte sich nach uns um und sah mich an. Dann verlangsamte er seine Schritte und ließ uns vorgehen.
An der Ecke der Dorotheerstraße zog mich Zenzi in die enge Seitengasse. »Komm nur«, flüsterte sie, »wir biegen ein …«
Zenzi drehte sich um. Der Herr stand an der Ecke und blickte uns nach. Wir standen und Zenzi winkte ihm mit dem Kopf. Da kam er auf uns zu: »Komm weiter …«, mahnte sie, »da heraußen spricht er nicht mit uns …«
Sie zog mich rasch hinter ein Haustor, dort warteten wir. »Da gehst immer her«, riet mir Zenzi, »wenn du am Graben oder in der Kärntnerstraße bist …, da wohnt niemand …«
Inzwischen kam der Herr herein. Zenzi empfing ihn lächelnd, aber er trat zu mir.
»Na, was ist denn …?« sagte er.
»Nichts …«, antwortete ich ihm.
Zenzi fragte »Wollen S' mitgehen …, in der Nähe ist eine Frau …, da kriegen wir ein Zimmer.«
»Nein«, flüsterte er, »ich hab' keine Zeit.«