Er saß auf dem Ledersofa und sah mir zu. Als ich nackt war, winkte er mich heran. Ich mußte vor ihm stehen, und er schaute mich an, ohne sich zu rühren. Deshalb glaubte ich, es sei an mir den Anfang zu machen, und wollte ihm die Hose öffnen. Doch er schlug mich schnell auf die Finger, daß ich erschrak. »Warte …«, sagte er mit einer dünnen Stimme, »warte, bis ich dir's sagen werde …, und steh ruhig …«
So stand ich also still vor ihm und er streichelte mich. Endlich nahm er seinen Spazierstock und spielte damit an meiner Brust herum. Es war ein spanisches Rohr mit einer Elfenbeinkugel. Ganz kühl und glatt strich er mir diese über die Haut. Schließlich setzte er sie mir unten an, und bohrte damit meine festgeschlossenen Beine auseinander.
»Komm jetzt her …«, befahl er mir, und streckte sich auf dem Sofa aus. Ich wollte mich zu ihm legen, aber er stieß mich wieder mit einer Hastigkeit zurück, die mich erschreckte: »Drunten bleiben«, knurrte er.
Ich mußte stehend seine Hose öffnen, und nahm einen greisen, ungestrafften Gnadenspender heraus, der soviel Falten hatte, als das Jahr Stunden besitzt, und der so klein geworden war, daß er einem ausgespitzten Bleistiftendchen ähnelte. Dieses Läppchen Haut begann ich zwischen den Fingern zu wuzeln, und glaubte, es werde nimmermehr eine feste Gestalt annehmen. Ich erinnerte mich dabei an den Greis, der unlängst bei Zenzi gewesen war und ihr soviel Mühe bereitet hatte, aber das Nudelchen wurde in meinen Fingern fleischiger und fester, und seine Falten glätteten sich, wie ein zerdrücktes Tüchlein unterm Bügeleisen sich glättet.
»Minett machen …«, kommandierte er in einer zornigen Weise.
Ich verstand den Ausdruck nicht, und wichste fleißiger.
»Minett machen …«, wiederholte er heftiger.
Und da ich noch immer nicht gehorchte, kreischte er mich an: »Zum Teufel, hinein! …! Verstehst du nicht …, Minett machen …«
»Entschuldigen Sie, gnädiger Herr …«, sagte ich schüchtern, »ich weiß nicht, was das ist, ein Minett …«
Er fand das nicht einmal lustig, sondern meinte knurrend: »In den Mund nehmen sollst du's …, blödes Ding.«